Diktat-Übungen fürs akustische Gedächtnis
Das Diktat-Raster ist eine Hörübung mit Ansage. Eine erwachsene Person liest mehrere Wörter, Silben oder Buchstaben in einer bestimmten Reihenfolge vor. Das Kind hört zu, merkt sich die Reihenfolge und nummeriert die passenden Kärtchen im Raster. Auf dem Blatt liegen mehr Kärtchen, als vorgelesen werden, deshalb muss das Kind genau zuhören.
- Inhalt: kindgerechte Grundwortschatz-Wörter, offene Lesesilben oder einzelne Buchstaben
- 4, 6 oder 8 angesagte Kärtchen
- Schwierigkeit leicht, mittel oder schwer, bei „schwer“ klingen die Ablenker ähnlich
- eigenes Ansage-Blatt für die vorlesende Person
Anders als ein klassisches Diktat verlangt diese Übung kein Schreiben. Sie eignet sich daher für Kinder in der Volksschule bzw. Grundschule, die Wörter erkennen, sich aber gesprochene Folgen noch schwer merken. Eltern, Lehrkräfte und Legasthenietrainer*innen lesen in ruhigem Tempo vor und vergleichen danach gemeinsam mit dem Ansage-Blatt.
In der AFS-Methode gehört die Übung zum Funktionstraining der Sinneswahrnehmungen, Bereich akustisches Gedächtnis, und berührt auch die Serialität. Wer sich eine gehörte Reihenfolge merken kann, schreibt auch bei Diktat-Übungen sicherer mit.
Häufige Fragen
Wer liest beim Diktat-Raster vor?
Eine erwachsene Person, etwa ein Elternteil, eine Lehrkraft oder ein*e Legasthenietrainer*in. Sie liest die Kärtchen vom Ansage-Blatt in der dort angegebenen Reihenfolge vor. Das Kind sieht das Ansage-Blatt dabei nicht.
Wie viele Kärtchen werden angesagt?
Sie wählen 4, 6 oder 8 angesagte Kärtchen. Zusätzlich liegen weitere Kärtchen als Ablenker auf dem Blatt. Mit höherer Schwierigkeit werden es mehr Ablenker, auf der Stufe „schwer“ klingen sie den angesagten Kärtchen ähnlich.
Muss das Kind dabei schreiben?
Nein. Das Kind schreibt nur Zahlen in die Kärtchen, um die gehörte Reihenfolge festzuhalten. Damit liegt der Schwerpunkt ganz auf dem Zuhören und Merken. Das Ansage-Blatt dient anschließend als Lösung.