Silbenteppich: Lesesilben zum lauten Lesen erstellen
Ein Silbenteppich ist ein Raster aus Lesesilben. Das Kind liest Zeile für Zeile laut vor und automatisiert so das schnelle, sichere Silbenlesen. Weil jede Silbe deutlich gesprochen und gehört wird, trainiert der Silbenteppich die akustische Wahrnehmung und die Wortdurchgliederung. In der AFS-Methode zählt das zum Funktionstraining der Sinneswahrnehmungen, Bereich akustische Serialität.
- Stufe 1: offene Silben aus Konsonant und Selbstlaut (ma, le, si)
- Stufe 2: zusätzlich umgekehrte Silben und Zwielaute (au, ei, eu)
- Stufe 3: zusätzlich Konsonantenhäufungen (bra, tri, scho) und geschlossene Silben
- 4, 5 oder 6 Spalten und 8, 10 oder 12 Zeilen
- Selbstlaute auf Wunsch farbig markiert
Der Silbenteppich passt für Leseanfänger in der Volksschule/Grundschule und für Kinder, die beim Lesen noch stocken. Lieber täglich ein bis zwei Minuten lesen als selten lange. Eltern und Legasthenietrainer*innen hören zu und unterstützen bei schwierigen Silben. Ein Lösungsblatt gibt es nicht, denn es wird laut gelesen und gemeinsam geprüft. Jeder Klick auf „Neu würfeln“ erzeugt einen neuen Teppich.
Häufige Fragen
Wie übe ich mit dem Silbenteppich?
Das Kind liest die Silben Zeile für Zeile laut von links nach rechts. Ein Erwachsener hört zu und hilft bei Unsicherheiten. Dasselbe Blatt kann an mehreren Tagen gelesen werden, bis es flüssig gelingt.
Welche Stufe passt für den Anfang?
Stufe 1 mit offenen Silben wie ma, le und si ist für Leseanfänger gedacht. Stufe 2 bringt umgekehrte Silben und Zwielaute dazu, Stufe 3 auch Konsonantenhäufungen und geschlossene Silben.
Warum gibt es kein Lösungsblatt?
Der Silbenteppich ist eine Leseübung. Das Kind liest laut vor, und die Kontrolle geschieht im gemeinsamen Hören. Die farbig markierten Selbstlaute helfen dabei, die Silben richtig zu gliedern.